Zeitgeist oder Spuk?

Manche Bilder kommentieren sich selbst.

(Unten links „irrationaler frühschoppen“ war ein bisschen schlecht zu lesen.)

Andreas Rebers über Kriegstüchtigkeit – mit wem? Junge Generation: „Die einen sind woke, die anderen sind dick, und der Rest ist kriminell.“

Gipfeltreffen mit Torsten Sträter, Ölaf Schubott (Olaf Schubert) und Johann König.
Frage: Warum heißt es eigentlich immer „im Namen Jesu“? Der Mann hieß doch Jesus.
Antwort: Das ist Gendern.

Kleiner Schreibfehler: die Hinternbliebenen. Die sitzen geblieben sind, allein auf ihrem … ja.

Woher kommt nur dieser Klassiker: Quiz ist wie Schach, bloß ohne Würfel.
Ich liebe Quiz.

Nach jahrelangem „Hol dir DEIN“ (was es auch sei – besonders betont wird immer das Possessivpronomen) nun ein etwas neuerer Reklametrend, so zu hören und zu sehen:

„Ist es falsch, das Beste für MICH zu wollen? NEIN!“

TÄGL
ICH

GENÜSSL
ICH

FÜRSORGL
ICH

„Ein Keks lang nur ICH“

Ich-ich-ich und das Beste für mich. Offenbar ist dies jetzt das, was Menschen zwischen 14 und 49 Jahren „catcht“ – die bevorzugte Zielgruppe der Werbung. Gut, die erste Werbung ist für so etwas wie Damenbinden, da würde die Altersgruppe passen. Aber eine für etwas Ähnliches wie Butter zeigt „Glückl ICH“ und soll wohl auch reifere Menschen ansprechen. Ob sie das tut? Und denken jetzt alle gar nicht mehr an sich selbst und müssen von ihrer übergroßen Rücksicht auf andere entwöhnt werden – oder greift diese Werbung auf, was in unserer Gesellschaft geschieht?

Wenn man ein bisschen hinhört, irgendwie … ekelig / ekel-ich.

Sprachen-Mix

Parodie-Genie Alex Kristan aus Österreich gibt den zweisprachigen Arnie – ein Anruf bei Trump im Oval Office: „Use your brain, you got a brain inside your head. Du host do zwaa Hirnhölftn da drin, Olta, a left and a right. In the left there is nothing right and in the right there is nothing left.“
Hochaktuell, aber nicht grad schmeichelhast – hoppala, nicht so hastig: schmeichelhaft.

Norddeutsche können auch was. Klöten-Köhm = Eierlikör.

Wieder ab in den Süden. „Wolln dad i scho megn, aber derfn drau i mi ned“ (da es ja Menschen gibt, die des Bairischen nicht mächtig sind – Pisa-Werte gehen bergab: Wollen würde ich schon mögen, aber dürfen traue ich mich nicht). Das hat mir schon lange gar sehr gefallen, aber Lothar Matthäus hat es noch verbessert: „Gemocht habe ich schon gewollt, aber gedurft haben sie mich nicht gelassen.“ Ge- ge- geh weida, fast wia Hochdeitsch.

In Spanien an einer Wäscherei (lavandería) vorbeigekommen und auf dem Schaufenster gelesen: Lavando dinero donde importa – Geld dort waschen, wo es wichtig ist. Hombre, dachte ich, eine Geldwäscherei, ganz offen. Nur dass tatsächlich llevando dort stand, nicht lavando. Hinbringen, nicht waschen.

Omar Sarsam: Ein Fehler ist erst dann ein richtiger Fehler, wenn man ihn nicht erkennt, nicht zugibt und nichts dagegen tut.
Das ist so klug, aber manche Fehler sollte man erst mal machen. Grad wenn sie lustig sind.