Sprachen-Mix

Parodie-Genie Alex Kristan aus Österreich gibt den zweisprachigen Arnie – ein Anruf bei Trump im Oval Office: „Use your brain, you got a brain inside your head. Du host do zwaa Hirnhölftn da drin, Olta, a left and a right. In the left there is nothing right and in the right there is nothing left.“
Hochaktuell, aber nicht grad schmeichelhast – hoppala, nicht so hastig: schmeichelhaft.

Norddeutsche können auch was. Klöten-Köhm = Eierlikör.

Wieder ab in den Süden. „Wolln dad i scho megn, aber derfn drau i mi ned“ (da es ja Menschen gibt, die des Bairischen nicht mächtig sind – Pisa-Werte gehen bergab: Wollen würde ich schon mögen, aber dürfen traue ich mich nicht). Das hat mir schon lange gar sehr gefallen, aber Lothar Matthäus hat es noch verbessert: „Gemocht habe ich schon gewollt, aber gedurft haben sie mich nicht gelassen.“ Ge- ge- geh weida, fast wia Hochdeitsch.

In Spanien an einer Wäscherei (lavandería) vorbeigekommen und auf dem Schaufenster gelesen: Lavando dinero donde importa – Geld dort waschen, wo es wichtig ist. Hombre, dachte ich, eine Geldwäscherei, ganz offen. Nur dass tatsächlich llevando dort stand, nicht lavando. Hinbringen, nicht waschen.

Omar Sarsam: Ein Fehler ist erst dann ein richtiger Fehler, wenn man ihn nicht erkennt, nicht zugibt und nichts dagegen tut.
Das ist so klug, aber manche Fehler sollte man erst mal machen. Grad wenn sie lustig sind.

Wut, oder was?

Aufgebracht?
Häufig zu hören in nachgestellten Polizeieinsätzen bei Notsituationen – z. B. ein Kind ist von der Schule nicht heimgekommen (zugegeben unrealistisch; heute werden alle Schulkinder abgeholt, möglichst im SUV): „Wir verstehen, dass Sie aufgebracht sind, aber beruhigen Sie sich erst mal.“
„Beruhigen Sie sich“ – genau der Satz, der mich vollends auf die Palme brächte. Ich habe ihn kürzlich einmal ausprobiert, als ich an einer Kasse grundlos angeschnauzt wurde. Das war gemein von mir. Er ist ein Dominanzgestus, denn er suggeriert, dass der so Angesprochene sich nicht unter Kontrolle hat, nicht für voll zu nehmen ist, und macht ihn klein.
Aber nun das Wort „aufgebracht“. Das bedeutet zornig, empört. Was Eltern eines abgängigen Kindes sein dürften, ist aufgeregt.
Oder aufgebraucht?

Wer am schnellsten liest, hat gewonnen! Los gehts:
– „Krautige Seniorenpflanze“ (Sporenpflanze)
– Thema russischer Imperialismus im Feuilleton: Dagestan, „diese arme Region im Krankenhaus“ (Kaukasus)

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Fasching, Karneval, Fastnacht, ein Florilegium:
– „Sex mit Gegenständen, ich glaub, der Fachbegriff ist Dingsbums.“
– „Die Dummheit hat aufgehört, sich zu schämen, und ist auch noch stolz drauf.“ (Waldraud un Mariechen)
– „Männer und Frauen passen nicht zusammen, außer in der Mitte“ (nicht von Piet Klocke; der spricht in dem Zusammenhang über einen Muskel und eine Schatulle).
– „Wo der Spaß aufhört, fängt der Humor erst an.“ Werner Finck, zitiert von Guido Cantz (der kann’s)
Noch nie war der Eindruck so stark wie dieses Jahr: dass die Narren die einzig verbliebenen Vernünftigen sind.