Das Pfingstwunder: In Sprachen reden

 

Zu Beginn etwas Nachdenkliches. Was Pfingsten gefeiert wird, ist die Ausgießung des heiligen Geistes. Die Jünger des auferstandenen Jesus wurden vom heiligen Geist erfüllt und fingen an, in Sprachen zu sprechen, die sie selbst nicht kannten – die aber von Fremden als ihre eigenen Sprachen erkannt und verstanden wurden. Das war wie eine Aufhebung der babylonischen Sprachverwirrung. Und was haben wir jetzt? Immer mehr Leute, die ihre eigene Sprache nicht kennen.

Einige Deutsche stemmen sich gegen den Trend und machen sich richtig Gedanken. Einer stellt eine Gute Frage mit dem Titel: Begriffer der Informatik ins deusche übersetzen? Get bestimt. Fil glük.

 

Die folgenden Anzeigentexte sind, wie ich fürchte, irgendwie hochklassig gemeint:
Individuelle Bauweise und barrierefreies Wohnen auf einer Ebene zeichnen diesen gelungenen Grundriss aus. . . Der im Münchner Süden gelegene, vornehmer Stadtteil Solln zählt zu den besten Wohnlagen in ganz München.
Ein Grundriss mit einer Bauweise, gar einer  individuellen, ist tatsächlich ein Phänomen. Alles auf einer Ebene, dass das gelingen konnte! Noch dazu der vornehmer . . . vornehme . . . vornehmere . . . im Münchner Süden gelegene Stadtteil Solln in München (wo der wohl ist?).
Ein anderes Immobilien-Kleinod liegt unweit vom Nockherberg und dem Giesinger Bahnhof in der Nachbarschaft zur Isar. Dies gilt sowohl für Alt als auch für Jung.
Ausnahmen werden nicht gemacht: Dort liegt die Wohnung.

 

Können die Münchner Makler am besten schwurbeln? Nicht unbedingt. Meine eigenen Fehler sind auch nicht ohne.
Goofle-Übersetzer: ein Tippfehler. Aber wenn man weiß, was to goof ist – Murks machen – kommt es einem gar nicht so verkehrt vor. So geht es mir oft mit meinen Fehlern.
Gestern gesehen: Eine hier nicht genannte Firma baut Schienen, mit Zubehör und laut Fernsehwerbung auch mit Herzblut oder so. Der Schriftzug, den ich da las:
Einen Schrott voraus
. Das ging wieder zu schnell. Schritt, nicht Schrott . . .
Eine Déformation professionnelle: Ich sehe jeden Fehler – manchmal auch, wenn er noch nicht da ist. Zum Glück schaue ich beim Korrigieren immer mehrmals hin.

publiziert am 17.05.2013 bei Language-Wizard.de.